“With our data streaming platform on Confluent, we are creating the digital backbone for the logistics of the future. Moving away from a monolithic to a decentralized world, allows us to act faster and more flexibly, to develop new, data-driven services for our customers.”
Anke Raich
Cluster Lead Technology Enablement, Swiss Post
Die Schweizerische Post ist die nationale Postdienstleisterin der Schweiz. Sie verschickt jeden Tag Millionen von Paketen und Briefen und bietet digitale, logistische sowie finanzielle Dienstleistungen an.
Geschäftliche Herausforderung und Lösung
Angesichts steigender Anforderungen an Agilität, Transparenz und operative Skalierbarkeit stand die Schweizerische Post an einem kritischen Wendepunkt. Legacy-Middleware mit ihrer starren Architektur, hohen Lizenzkosten und zahlreichen Punkt-zu-Punkt-Integrationen wurde zunehmend zu einem Hindernis für Geschäftsinnovationen und operative Skalierung. Als die Anforderungen von Kunden, Partnern und innerhalb des Unternehmens nach schnellen, transparenten und zuverlässigen digitalen Services immer größer wurden, gefährdeten die Einschränkungen des alten Systems nicht nur die Effizienz, sondern auch das Tempo der Transformation der vielfältigen Logistikabläufe.
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, startete die Schweizerische Post eine umfassende Überarbeitung der Integrationsstruktur mit einem ehrgeizigen Ziel: operative Flexibilität ermöglichen, Engpässe beseitigen, Kosteneffizienz steigern und den Geschäftsbereichen direkten Zugriff auf Echtzeit-Informationsströme geben. Durch die strategische Umstellung auf eine offene, Event-getriebene Architektur, die auf Apache Kafka®, Confluent und modernem API-Management basiert, hat sich die Schweizerische Post von einem traditionellen Plattformanbieter zu einem Enabler für Integration-as-a-Service gewandelt und ermöglicht so nahtlose Datenflüsse sowohl innerhalb des Unternehmens als auch im gesamten digitalen Ökosystem der Schweiz.
Technische Herausforderung und Lösung
Bei der Ablösung einer fest verankerten Legacy-Infrastruktur geht es nie nur um die Technologie. Die Schweizerische Post musste über 60 Anwendungen und 350 Schnittstellen nahtlos umstellen und dabei komplexe Betriebsszenarien wie Paketverfolgung, Routenoptimierung und Echtzeit-Kommunikation mit Partnern unterstützen, und gleichzeitig den ununterbrochenen Service für Millionen von täglichen Transaktionen aufrechterhalten.
Die Lösung, die von einem standortübergreifenden, mehrsprachigen Technologieteam orchestriert wurde, verband technische Präzision mit einem zukunftsorientierten, kulturell angemessenen Ansatz:
Zero-Downtime-Migration: Die Migration zu Kafka- und API-basierten Architekturen wurde in sorgfältig abgestuften Schritten durchgeführt, um sicherzustellen, dass unternehmenskritische Prozesse wie die Kurierroutenplanung und Paketsortierung unterbrechungsfrei blieben. Jede Integration wurde überprüft, überarbeitet und, wenn nötig, stillgelegt, um Platz für wirklich notwendige Datenflüsse zu schaffen.
Automatisierung, Self-Service und Governance: Leistungsstarke Automatisierung – von benutzerdefinierten Operatoren bis hin zu nahtlosen Onboarding-Tools – führte zu operativer Exzellenz. Jedes Kafka-Topic wurde mit obligatorischer Klassifizierung, automatisierten Qualitätskontrollen und Workflows für die Zugriffsgenehmigung gesteuert, wodurch Compliance und Datensicherheit direkt in die Integrationsstruktur eingebettet wurden.
Observability und Wissensaustausch: Transparente Dashboards, durchsuchbare Benutzeroberflächen und ein internes Wiki verwandelten „Blackbox“-Datenflüsse in zugängliche, umsetzbare Erkenntnisse für IT- und Geschäftsanwender. Wöchentliche Entwickler-Rotationen, die sich um Support und Enablement kümmern, haben den Grundstein für eine robuste Kultur des Wissensaustauschs gelegt, die Reibungsverluste beim Onboarding verringerten und eine schnelle Problemlösung ermöglichten.
Dieses moderne Backbone hat nicht nur den internen Datenverkehr konsolidiert und übersichtlicher gemacht, sondern auch sichere Echtzeit-Partnerintegrationen und Anwendungsfälle der nächsten Generation unterstützt, wie zum Beispiel direkte Kafka-zu-Kafka-Kommunikation und umfassende IoT-Telemetrie.
Ergebnisse
Die Integrations- und organisatorische Transformation der Schweizerischen Post hat messbare Erfolge im gesamten Unternehmen erzielt:
Operative Skalierbarkeit und Stabilität: Die von Confluent angetriebene Plattform unterstützt heute über 320 Anwendungen und verwaltet mehr als 1.000 Topics – eine Verzehnfachung gegenüber den Legacy-Levels – und das bei einer außergewöhnlichen Zuverlässigkeit mit nur zwei kleineren Zwischenfällen in fünf Jahren. Durch Automatisierung und Standardisierung konnten die Kosten für Hardware und Software erheblich gesenkt werden, während jedes Teammitglied nun eine deutlich höhere Anzahl von Integrationen effizient unterstützen kann.
Kompetente, integrative Teams: Die Ausrichtung auf Inklusion, mentale Sicherheit und kontinuierliches Lernen hat ein Umfeld geschaffen, in dem vielfältige Stärken geschätzt werden. Da Englisch die Lingua franca des Teams ist und die Einstellungspolitik auf „Fit First“ basiert, kann das Team Ideen frei austauschen, und der Wissenstransfer erfolgt auf natürliche Weise.
Self-Service und Support: Die Schweizerische Post hat den Zugang zu Integrations-Know-how demokratisiert. Dokumentation, Dashboards und Automatisierungstools unterstützen sowohl kaufmännische als auch technische Teams, während ein dedizierter Support-Rotationsplan sicherstellt, dass Probleme gelöst und Best Practices unternehmensweit umgesetzt werden.
Branchenführende Daten-Governance: Durch die Pionierarbeit bei der Datenklassifizierung auf Topic-Ebene und strengen Zugriffskontrollen hat die Schweizerische Post neue Maßstäbe für Compliance, Sicherheit und Transparenz gesetzt. Ihr Governance-Ansatz ist jetzt ein Vorbild, sowohl intern als auch für externe Partner.
Organisatorische Agilität und Innovation: Der Umstieg von traditionellen, isolierten Strukturen zu agilen, funktionsübergreifenden DevOps-Clustern – zusammen mit offenem Wissensaustausch und der Förderung von Bottom-up-Innovation – hat es der Schweizerischen Post ermöglicht, ihre Logistikplattformen schnell weiterzuentwickeln und mit neuen Technologien wie Apache Flink und Echtzeit-Telemetrie für Fahrzeuge zu experimentieren.
Ausblick
Die Data in Motion-Transformation der Schweizerischen Post ist noch lange nicht abgeschlossen. Als nächstes steht eine Migration zu Azure Cluster an, um die Elastizität und Sicherheit in einer zunehmend hybriden Multi-Cloud-Welt zu erhöhen. Das Unternehmen erweitert die Partnerintegration mit Echtzeit- und bidirektionaler Kafka-zu-Kafka-Kommunikation und bereitet sich auf umfangreiche Fahrzeugtelemetrieprojekte mit bis zu 20 Millionen Events pro Tag vor. Die kontinuierliche Evaluierung neuer Tools wie Apache Flink, Iceberg und Tableflow wird die Schweizerische Post auf dem Weg in eine Zukunft vorantreiben, in der jeder operative Touchpoint durch Echtzeit-Einblicke und adaptive, sichere Datenflüsse unterstützt wird.
Indem die Schweizerische Post Integration, Observability und Governance tief in ihre operative DNA einbindet, zeigt sie, wie selbst die etabliertesten Unternehmen ihre Agilität, Compliance und Innovation zurückgewinnen und letztlich im digitalen Zeitalter die Messlatte für Spitzenleistungen vorgeben können.
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